Deutschland

Dekadentes Bildungsstem, dekadente Gesellschaft

Verkauf von Doktortiteln!

 Ja, da haben wir ja einen schönen Schlamassel.Bislang war Deutschland für manch einen von uns vielleicht – nach vielen Erfahrungen weltweit und trotz aller kleinen und großen Ärgernisse und mancherlei potentieller und wirklicher Kritik-  so etwas wie eine Alma Mater, ein „Vater – und Mutterland“ zugleich, in dem Oben und Unten ihren Platz hatten. Ein Land mit moralischer Solvenz, Vorbildfunktion, einer doch an sich recht kohärenten und bodenständigen Bildungsstruktur und ein Land, auf dessen Bildungslandschaft, Dynamik, Justiz, Allgemeinbildung, Politik und gesunden Menschenverstand die Welt zu bauen vermochte – als wissenschaftlich und moralisch integre Autorität, die auf dem rechten Wege war, auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt.   Aber Deutschland war so etwas wie ein Land, das nicht nur Heimat war, sondern auch Hoffnung machte, auf die Rückbesinnung auf das Eigene, auf eigene und alte Werte, auf das Gewesene – im Hinblick auf neue Herausforderungen. Nicht mehr den Faschismus, nicht mehr den Kalten Krieg, nicht mehr einen nun wirklich politisch längst überwundenen Nationalsozialismus – auch wenn er noch als Phantom im Unterbewußtsein der Bürger ununterbrochen wieder wachgerufen wird-, sondern die eine oder andere Wirtschaftskrise, die darauf hinweist, daß die Haltung des Menschen sich ändern muß, wieder Werte vonnöten sind, Verantwortungsbewußtsein – und vor allen Dingen eine Umweltproblematik Boden gewinnt, die sich der Mensch selbst zuzuschreiben hat und die nun wirklich Hinweis genug darauf ist, daß der Mensch die Natur und alte Werte voranstellen muß, wenn er – in jeder Hinsicht – überleben will. Die Gesellschaft und menschliche Lebensformen haben sich zu ändern, um diese neuen Herausforderungen in Angriff nehmen zu können. Und einer muß vorangehen.  Der „Verkauf“ von Doktortiteln erschüttert die Grundfesten der Bundesrepublik als wissenschaftliche und moralische Instanz und als Vorbild, das nach moralischen und wissenschaftlichen Idealen strebt, weil doch einige der alten Werte noch in Ansätzen bestehen – trotz aller Buhrufe, trotz aller Kritik, die man hier und dort vernimmt, wenn es um Deutschland geht.   Das Bildungswesen ist  kulturelle Grundlage und kulturelles Erbe eines Landes – mit Rechten, Pflichten, Regeln – und darauf basiert auch der Ruf, den ein Land anderswo besitzt, und damit sein Einflußbereich. Ein Verkauf von Hochschultiteln trifft solch ein System mitten ins Herz. In Bananenrepubliken, auf die keiner vertraut, die keine integren Menschen guten Glaubens anziehen oder hervorbringen, ist diese eine übliche Praktik. Auch in Bolivien – auf jedem „Bildungsniveau“. Die Konsequenzen spürt und sieht der feinfühligere Mensch auf Schritt und Tritt, spätestens bei Ärztepfusch, für den niemand die Verantwortung übernimmt – auch die Justiz nicht. An der Umwelt merkt der Einzelne es oft nicht, weil sein Bildungsniveau und seine ethisch – moralische Programmierung nicht ausreicht.Und politisch fehlt es an Durchblick – aus denselben Gründen.  

Die Bundesrepublik ist auf dem besten Weg, ihre eigene Substanz und gewachsene Identität und damit die Grundfesten der Nation auszuhöhlen und zu zerstören – beginnend mit der Verkürzung der traditionellen deutschen „allgemeinen Hochschulreife“, der Verschulung der Hochschulen durch die „Amerikanisierung“ in Form von Bachelor – und Masterabschlüssen und dem permanenten Drängen, darauf, daß nun jeder Akademiker sein müsse.

Als ob eine gute Sekretärin, Tierarzthelferin oder Erzieherin, ein fachkundiger Gärtner mit solider Allgemein- und Fachbildung nicht lebensnotwendig seien für ein Land mit zufriedenen Bürgern, glücklichen Haustieren und einer möglichst gesunden Umwelt! Auf Menschen mit Halbwissen, gekauften Titeln, aufgesetzten und aufgeblähten Lebensläufen ohne Ethik und Bodenständigkeit kann jedoch jedes Land verzichten – es sei denn, es wäre eine Bananenrepublik.   Die Konsequenzen sind absehbar: Das Vertrauen in die eigene Nation sinkt, die Bundesrepublik verliert nach und nach ihren Ruf als seriöses Wissenschaftsland mit moralisch-ethischer Vorbildfunktion, das Einfluß zu nehmen vermag, wenn es um Gedeih und Verderb von Werten, Bildungsinhalten und gar dem Leben auf dem Planeten geht. Und der Bürger zahlt drauf, weltweit. In „Bananenrepubliken“ haben wir Korruption, Einbildung statt Bildung, kaum nichtakademische Fachleute, Sekretärinen, die nicht schreiben können, Präsidenten, die von Desertifikation nie gehört haben, „Hochschullehrer“, die nie studiert haben, Tierärzte, die von der „Euthanasie“ leben und nur „studieren“, um um jeden Preis Geld zu verdienen, Hochschuleigentümer, die Geld haben, aber weder Allgemeinwissen noch ethische Maßstäbe und Manieren. Betrug gilt als Volkssport, ehrliche Arbeit als Dummheit, ethische und moralische Prinzipien als Schwäche, der skrupellose Betuchte als Vorbild, das Leben als Wegwerfware.Inkompetenz gepaart mit Geld wird bewundert, wer Geld hat kauft Titel und Posten und der Ehrliche verbittert oder zieht sich so weit als es geht zurück.Die Konsequenz ist, daß jeder glaubt, ein Recht darauf zu haben, alles und jeden zu mißachten und um jeden Preis seine Interessen durchzusetzen. 

 Trotz allen Blödsinns und aller psychologischen „Knäckse“ und Traumata bei der Verarbeitung der eigenen Geschichte, trotz der derzeitigen Irrwege des deutschen Bildungssystems, trotz allem hofft man noch darauf, daß Deutschland sich besinnt, den Ernst der Lage erkennt – und drastische Maßnahmen erfgreift, damit die Distanz zu den allgegenwärtigen Bananenrepubliken nicht merklich oder unmerklich weiter abnimmt. 

Zum Hintergrund

Zur Verfasserin:

Aufgewachsen in Argentinien und der Bundesrepublik Deutschland, Studium der Sprach – und Kulturwissenschaften an der Universität Mainz und vorab der Rechtswissenschaften an der WWU-Münster.

Zwischenzeitlich:
Italien, Frankreich, Malwinen / Falklandinseln, Mittelamerika, USA, Senegal, Südafrika, Chile, Großbritannien, etc.

 

Sprachen:
Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch, Latein.

 

Interessen: 
vornehmlich Klavier, Naturschutz, Tierschutz, Sprachwissenschaft, Geschichte, diverse Sportarten, Architektur ( Mittelalter, etc.) -.

 

Sonstiges:
Erstexport chilenischer Criollos nach Europa und Pferdeexport aus Argentinien.

 

Anlaß für diese Seite:
völlige Verrohung der bolivianischen Bevölkerung, öffentliche Lynchjustiz im Hochland, öffentliches Quälen und Töten von z.B. Hunden zur Bedrohung der Bevölkerung seitens regierungskonformer Gruppen, traditionelle Massenmorde an Hunden und von auf der Straße aufgefundenen Haustieren seitens der Hundefänger auf dem Universitätsgelände von Santa Cruz, Bolivien, oder auf Anordnung der Bürgermeister der Umgegend oder der Stadt, Tierversuche durch die Studenten mit auf der Straße aufgesammelten Haustieren, systematisches Aussetzen von Haustieren, Nichtvorhandensein von wirklich funktionierenden Tierschutzinstitutionen ( in Santa Cruz, Bolivien, gibt es kein Tierheim ), Füttern von Zootieren mit auf der Straße eingesammelten ( lebenden !) Pferden oder Hunden…

Und dazu traditioneller Haß der Bevölkerung gegen Bäume, die systematisch „geschält“ werden, damit sie vertrocknen, verbrannt oder angesägt werden. Es besteht dabei zwar seitens der Stadt Santa Cruz eine Vorschrift, die das Ermorden von Stadtbäumen verbietet, das Personal hat allerdings kein Interesse daran, sie durchzusetzen und behauptet ferner, sei sei rein rechtlich illegal und somit nicht anwendbar.

 

Ferner besteht die traditionelle Gewohnheit der Architekten, systematisch Bäume „wegzuplanen“ ( besonders seitens des Bürgermeisters, der offenbar alle Aufträge der Stadtverwaltung in diesem Sinne an die eigene Familie vergeben läßt).

 

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