Neues aus dem „plurinationalen Staat Bolivien“

Neues aus dem  ( nun neuerdings per definitionem )  “plurinationalen Staat Bolivien“ 

 Landbesetzer – sie sind wieder sehr aktiv. Angesichts der Sinnlosigkeit von Sinn und Zweck der „FES“ in der bolivianischen Verfassung und Agrargesetzgebung herrscht wieder ein bewundernswertes Durcheinander in der bolivianischen Justiz, das sich in konkreten Fällen auf das Alltagsleben vieler Menschen auswirkt, die eben nicht die kriminelle Energie besitzen, die die „FES“ allerorten fördert, indem sie gesetzliche Grundlagen bis zur Unkenntlichkeit verdreht oder gar zur Umkehrung der zivilrechtlichen Inhalte des Begriffes von „Eigentum“ und „Besitz“ führt. Und damit das Land und den gutgläubigen Einzelnen näher zum Abgrund. Derzeit bleib den – deutschen – Eigentümern des Landgutes „Minero“ in Guarayos nichts anderes übrig, als sich in der Not nun gar über den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Verwaltungshauptstadt des Landes an die Bundesregierung zu wenden, damit diese endlich einmal einschreitet und ihre Staatsbürger im Ausland gegen die Willkür wilder Horden verteidigt, die hier Deutschen und Einheimischen an den Kragen wollen, gar Leib und Leben bedrohen, um sich auf diese Weise fremdes Eigentum zu erschleichen – eine vermeintliche Gesetzesgrundlage haben sie ja mit der „FES“, die man so nach Lust und Laune zu verdrehen und umzudeuten vermag. Wenn es dann noch heißt, bolivianisches Land sei für Bolivianer, nicht für Ausländer, dann hat man nun wirklich mittelalterliche Verhältnisse wie zu Zeiten der Hexenverbrennung ( Hoch lebe die Multikultitoleranzgesellschaft in der Bundesrepublik!). 

An dieser Stelle könnte man vielerlei Dinge anmerken zur Justiz und Mentalität in Bolivien, aber das ist an sich an dieser Stelle ein zu weites Feld. Anzumerken ist jedoch, daß Eigentumsrechte in Bolivien nie wirklich sicher waren, die diesbezügliche Gesetzgebung reichlich traumatische Folgen haben kann und derzeit weder eine der beiden (!) Verfassungen im juristischen Alltag anwendbar sind noch die angeblich noch geltenden – oft sehr inkohärenten – Gesetze, die bereits vor der zweiten Verfassung gültig waren. Bolivien ist – mehr denn je- juristisches Niemandsland und jeder macht, was ihm grad mal durch den Kopf geht. Daß das nicht gerade zu einer tiefverwurzelten Vorstellunge von Ethik, ehrlicher Arbeit, Respekt vor dem Nächsten und Achtung vor Gesetzen allgemein führt, liegt auf der Hand. Homo homini lupus…

Weiter so, wenn man eine Verfassung gegen die Rechtsstaatlichkeit und GEGEN Sinn und Zweck der Gesetze zurechtbiegt, dann kann daraus nichts Gutes für Land und Bürger erwachsen. In Bolivien sieht man es allerorten.

Möge Europa hellhörig werden und vielleicht endlich mal ein Machtwort sprechen!

Bolivianer aus Santa Cruz entführt Verkehrsflugzeug! Im bolivianischen Fernsehen wurde er gar gefeiert – ein schockierendes Beispiel, wie es um die geistige und mentale Gesundheit Boliviens steht.   Ja, nur in Bolivien gibt es offenbar „evangelische Kirchen“, die zu Flugzeugetnführungen anregen lassen und – man höre und staune – gar Unterschriften sammeln, um Grünzonen in der Stadt zu annullieren und Bäume zu vernichten, um dort zu parken, nachdem eine Nachbarin monatelang darum gekämpft hatte, den entsprechenden Platz endlich von Müll zu befreien und mit Bäumen und Grünfläche zu versehen. Als sie schliesslich selbst pflanzte, machte sich die „Kirchengemeinde“ daran, den alten Platz wieder herzurichten, wie er vorher gewesen war – ohne Bäume, mit viel Staub und Müll. Kirchen, die von der angeblichen protestantischen Kirche „abgespalten“ sind. Und jetzt nun einer aus ihren Reihen, der ein Flugzeug entführt, weil er glaubt – wie so viele in Bolivien – „berufen“ zu sein. Nicht zu vergessen die Unmengen von Anzeigen derzeit aus den Reihen der Mennonitengemeinden selbst, die hundertfache Vergewaltigungen in ihren Dörfern anzeigen, sogar nun öffentlich in Presse und Fernsehen. Nun ja, alles wieder ein Grund, Bolivien als ein reichlich unheimliches Land zu empfinden, wenn es um geistige Gesundheit der Bürger des Landes geht. Aber den Flugzeugentführer feiert man im Fernsehen nun doch und macht seine Verwandtschaft zu Medienstars aus den Reihen der bolivianischen protestantischen Kirche.

 Man munkelt in Verkehrsfliegerkreisen, daß nun neuerdings eine 15%ige Zwangsabgabe vom Gehalt verpflichtender Beitrag zum Wahlkampf der kommenden Präsidentschaftswahl des noch amtierenden Präsidenten sei. Ob das denn nun wirklich wahr ist?  

 Die Bürger – gerade Ausländer – beklagen jedoch in der Tat, daß ihre bei den Behörden  vorgelegte oder abgegebene Ausweispapiere mehr denn je unter die Räder kommen, sprich: jahrelang nicht mehr auftauchen oder gar nicht mehr. Was natürlich zu gravierenden Problemen im Alltag und im täglichen Leben führt, so z.B. zu finanziellen, schulischen oder beruflichen Engpässen. Eine Frage der Professionalisierung der technischen und nichtakademischen Berufe, der beruflichen Ethik und – leider- des Verantwortungsbewußtseins. Und an letzterem mangelt es in Bolivien allerorten. 

Tierarztpraxen, die Lebensmittelproduktion, Hüherzuchten und dergleichen beklagen weiterhin die permanenten Erpressungsversuche seitens der zuständigen Behörden, die mit Schließung oder Benachteiligung der entsprechenden Einrichtungen drohen, sofern nicht ein entsprechender Obolus gezahlt werde. Und das, statt sich um ihre Aufgaben zu kümmern, nämlich um fachliche Belange der Hygiene, der Produkion, etc.

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